Mauthalle

 

Foto: Herbert LiedelAls 1498 Stadtwerkmeister Hans Beheim d. Ä. das innere Frauentor (seit ca. 1250 verlief hier die vorletzte Stadtbefestigung) abreißen ließ, wurde im Stadtgraben 14981502 der Getreidespeicher errichtet. Mit 84 x 20 x 29 m (LxBxH) war die Mauthalle das größte der zwölf städtischen Kornhäuser. In Krisen war so die Versorgung gesichert.

Der dreigeschossige Sandsteinbau mit fünfgeschossigem Dacherker war an den Schmalseiten mit Wagen befahrbar. Zum Transport ins Innere dienten Aufzugsluken über den Giebelachsen und an den Traufseiten. Die Ostseite schmücken ein Netz von Kielbögen im Giebel und ein Spitzbogenportal mit den Stadtwappen (Adam Kraft, 1502).

Seit 1572 war der Getreidespeicher auch Stadtwaage und Zollamt (Maut). 1897/98 Umnutzung zum Geschäftshaus.

Beim Wiederaufbau 1953 ließ man das Fachwerk der Dacherker in verputztem Mauerwerk errichten. Im von 26 Säulen gestützten Keller ist eine Gaststätte untergebracht.