Henkersteg

 

Foto: Herbert Liedel1457 als Holzsteg errichtet. Vom 16.19. Jh. wohnte im Turm und dem gedeckten Wehrgang über der Pegnitz der Henker. Nach dem Hochwasser von 1595 wurden drei Stadtmauerbögen über dem südlichen Pegnitzarm abgerissen und durch den hölzernen, ziegelgedeckten Henkersteg (1954 rekonstruiert) ersetzt.

Der Scharfrichter musste innerhalb der Stadt "abgesondert" wohnen, da seine Tätigkeit als "unehrlich" angesehen wurde. So fürchteten die Bürger bis zur Zeit der Aufklärung jeglichen körperlichen Kontakt mit dem Henker, aus Sorge, dadurch als "unehrlich" infiziert und somit aus der christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.

Flussaufwärts sind die barocke Karlsbrücke von 1728 sowie die aufziehbaren Fischkästen zweier ehemaliger Fischerhäuser zu sehen.