Weinstadel

 

Foto: Herbert LiedelDer Weinstadel zählt zu den schönsten Gebäuden Nürnbergs. Zwei Fachwerkgeschosse kragen über dem Erdgeschoss aus Sandsteinquadern vor. An der Stirnseite zur Pegnitz befinden sich Holzgalerien mit metallenen Wasserspeiern, zum Henkersteg hin eine Brücke mit Wehrgang. Im 13. Jh. verlief an dieser Stelle die "vorletzte Stadtbefestigung", die hier durch eine Pegnitzüberbrückung die beiden Stadtseiten miteinander verband.

In dem 1446/48 errichteten Siechenhauswaren Leprakranke untergebracht. Drei Tage lang durften sie während der Karwoche in der Stadt bleiben und erhielten neben Essen und Kleidung auch eine ärztliche Untersuchung.

Ab ca. 1571 diente der Bau als Weinlager, später als Arbeits- und Spinnhaus und Unterkunft für arme Familien. 1950 Umbau zum Studentenwohnheim; seither ist die innere Baustruktur kaum mehr zu erkennen.