Sebalder Pfarrhof

 

Foto: Herbert LiedelDer Sage nach "… ‘macht’ 1361 der spätere König Wenzel in sein Taufwasser. Im Pfarrhof erwärmt man hastig neues. Dabei fängt der alte Holzbau Feuer und brennt ab. Der Vater des Täuflings, Kaiser Karl IV., finanziert nach diesem Malheur den neuen Wirtschaftshof aus Stein. …"

Dort wohnt der Sebalder Klerus: Prediger, Diakone, "Schaffer" (Verwalter) und Bedienstete und rund um die Uhr ist in der "Wöchnerstube" im wöchentlichen Wechsel immer jemand bereit, Sterbenden die Letzte Ölung zu spenden. Als Speise- und Versammlungsraum dient der "Kapitelsaal". Die nach Osten gewandte Apsis der Hauskapelle ist das weltbekannte "Chörlein" (Kopie von 1902, Original im Germ. Nationalmuseum).

Heute wohnen die evangelischen Sebalder Pfarrerinnen bzw. Pfarrer mit ihren Familien im mittelalterlichen Sebalder Pfarrhof, der den 2. Weltkrieg kaum beschädigt überstanden hat.