Hauptmarkt

 

Foto: Herbert LiedelIm 12. Jahrhundert wurde das damalige Sumpfgebiet den Juden überlassen. Als um 1320 der Ring der Stadtbefestigung geschlossen wurde, lag das Judenviertel im Stadtzentrum. 1349 ließ der Rat mit Zustimmung Karls IV. das Ghetto und die Synagoge abreißen, um Platz für Märkte zu schaffen. Mehr als 600 Juden wurden bei diesem Pogrom ermordet. An der Stelle der Synagoge ließ Karl IV. die Frauenkirche errichten. Die Juden siedelten in der Nähe der heutigen Juden- und Wunderburggasse, bis sie 1499 erneut vertrieben wurden.

Im 15. Jahrhundert fand auf dem Platz alljährlich die Schaustellung der Reichskleinodien statt, die Patrizier richteten Turniere aus. Die umstehenden Kaufmanns- und Patrizierhäuser wurden 1945 zerstört.

In der Adventszeit stehen hier die Buden des weltberühmten Christkindlesmarktes (der im 17. Jahrhundert entstand).